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Sandbiotope in Franken

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Silbergras und Rüsselkäfer bewohnen trockene Sandflächen. Was nach einer wüsten Region im fernen Süden klingt, befindet sich in Wahrheit im Herzen Frankens. Doch die wertvollen Sandlebensräume gehen verloren. Nun beschützen sogar Urwildpferde das gelbe Gold.
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Die fränkischen Sandlebensräume zwischen Bamberg und Weißenburg sind heiß, trocken und nährstoffarm. Doch die fränkischen Charakterlandschaften sind in Gefahr. Nur mehr ein Prozent der ursprünglichen Biotope ist heute noch intakt. Das bringt auch ihre hoch spezialisierten Bewohner in Bedrängnis. Projekte wie die SandAchse Franken und die Beweidung mit Przewalski-Pferden im Tennenloher Forst sollen die fränkische Wüste erhalten.
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Sandlebensräume

Entstehung, Artenvielfalt und Rückgang

SandAchse Franken

Projekt zum Erhalt der Sandlebensräume

S(t)and heute

Naherholung und aktueller Stand

Beweidungsprojekt

Urwildpferde im Tennenloher Forst

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Impressum

An dieser Stelle möchten wir allen unseren Protagonistinnen und Protagonisten herzlich für ihre Mithilfe und Unterstützung danken! Außerdem danken wir unserem Professor Dr. Markus Paul, der uns bei Fragen immer zur Seite stand.

Verantwortlich im Sinne des §55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag:
Luisa Müller
Klosterweg 9
97688 Bad Kissingen
luisa.mueller@hs-ansbach.de

Ein Projekt der Hochschule Ansbach, Studiengang Ressortjournalismus (Fach „Projekt Crossmedia“), und Nordbayern.de, das Online-Portal der Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

Musik: Final Cut Pro X
Archivfotos der Audioslideshow: Joachim Handrich
Logo der SandAchse Franken: SandAchse Franken
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Sandlebensräume

Sandböden sind aus dem Großraum Nürnberg nicht mehr wegzudenken. Auf einem zweitausend Quadratkilometer großen Gebiet reiht sich ein Sandlebensraum an den nächsten. Das größte zusammenhängende Lockersandgebiet Süddeutschlands reicht von Bamberg bis Weißenburg und wird liebevoll "Sandachse" genannt.

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Während der letzten Eiszeit schwemmten Bäche und Flüsse Sand aus den Gebirgen rund um Frankenhöhe und Steigerwald in das Gebiet zwischen Bamberg und Weißenburg. Starke Westwinde brachten noch mehr gelbes Gold. So enstanden Sandbiotope mit extremen Lebensbedingungen. Niederschläge versickern sofort. Im Sommer klettern die Bodentemperaturen bis auf 60 Grad Celsius - eine Herausforderung für viele Arten.
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Prof. Dr. Werner Nezadal (72) lehrte über vierzig Jahre Geobotanik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Im Jahr 2010 erhielt er die Bayerische Staatsmedaille für Verdienste um die Umwelt. Er erklärt auf dem Exerzierplatz in Erlangen, was die Artenvielfalt der Sandlebensräume ausmacht.
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Die Sandbewohner sind so gut an die extremen Bedingungen angepasst, sie können nur hier überleben. Doch durch zunehmende Bebauung, intensivierte Landwirtschaft und Aufgabe traditioneller Beweidung gehen die wertvollen Sandlebensräume immer mehr zurück.

Der ehemalige US-Truppenübungsplatz im Tennenloher Forst südöstlich von Erlangen zum Beispiel sah 1965 noch ganz anders aus als heute.
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Der Abschied des fränkischen Sandes aus dem Tennenloher Forst bei Erlangen hat eine ganz eigene Geschichte.

Joachim Handrich (69) hat sein ganzes Leben rund um den einstigen Truppenübungsplatz verbracht. Er erlebte die großen Veränderungen der letzten Jahrzehnte hautnah. Seine Fotos von damals machen den Wandel deutlich.
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SandAchse Franken

Sand - auf den ersten Blick kein besonders spannendes Material. Und doch ein schützenswertes. Viele verschiedene gefährdete Tier- und Pflanzenarten brauchen Sandbiotope als Lebensgrundlage. Doch diese gingen in den letzten hundert Jahren bis auf etwa ein Prozent ihrer ursprünglichen Fläche zurück. Das Projekt "SandAchse Franken" hat sich der Rettung der Sandlebensräume in Franken verschrieben. Keine leichte Aufgabe, denn das Projektgebiet ist von Bamberg bis Weißenburg unzusammenhängend verstreut.



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Tom Konopka (57) vom Bund Naturschutz ist seit 2000 einer der Leiter der SandAchse Franken.

Wie sahen die Anfänge der SandAchse Franken aus?
Viele Kreis-und Ortsgruppen des Bund Naturschutz haben sich immer wieder um die schrumpfenden Sandlebensräume gekümmert, aber das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir mussten größer einsteigen. Deshalb haben wir ein Projekt beim Bayerischen Naturschutzfonds beantragt. Das wurde dann für fünf Jahre für die damals drei Trägerverbände genehmigt: Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und Deutscher Verband für Landschaftspflege. Die Arbeitsgruppe SandAchse war quasi schon da, denn unter „Sand-Fans“ kennt man sich. Ab 2000 hat das Projekt dann die Arbeit aufgenommen.

Wird das Projekt heute noch gefördert?
Die Förderung war auf fünf Jahre angelegt, aber der Bayerische Naturschutzfonds hat sie nochmal um zwei Jahre verlängert. Das geförderte Projekt war aber 2007 abgeschlossen. Seitdem läuft es auf kleinerer Flamme auf Ebene der Naturschutzbehörden in den Landkreisen und in den Gruppen des Bund Naturschutz und der Landschaftspflegeverbände weiter. Wir müssen schauen, wie wir zurechtkommen.

Wie helfen Sie der fränkischen Wüste?
Im Laufe der sieben Jahre Bewilligungszeitraum haben wir mehrere tausend Teilprojekte durchgeführt. Ein Großprojekt war der Ankauf von Grundstücken, um die einzelnen Biotope zu verbinden. Es ging aber erst mal darum, für die Sandlebensräume zu werben. Viele Leute hatten keine Ahnung davon und dachten, es wäre Ödland. Wir mussten uns auch überlegen, wie wir die Sandlebensräume am besten pflegen können. Beweiden, mähen und Oberboden entfernen spielen eine Rolle. Wir haben außerdem ein eigenes Saatgut hergestellt. Und natürlich noch spaßigen Schnickschnack: Wir haben zum Beispiel einen SandKorn brennen lassen und für die Werbung genutzt.

An was erinnern Sie sich besonders gerne?
Meilensteine waren immer, wenn wir Flächen kaufen konnten. Es ist immer toll, einen Lebensraum zu retten. Später können sich die Leute daran erfreuen. Dann gab es Großveranstaltungen und Kongresse, die sehr toll waren, und natürlich auch Aktionen mit Kindern. Zum Beispiel haben wir in einer Sandgrube mit vielen Kindern Sandburgen gebaut, um sie an das Thema Sandlebensräume heranzuführen.

Waren Sie auf sich alleine gestellt?
Es gab viele Firmen und Verwaltungen, die das Projekt unterstützt haben, indem sie für einen Tag Flächen auf der Sandachse gepflegt haben. Natürlich gibt es eine Vielzahl an Ehrenamtlichen in den Naturschutzverbänden. Von Einzelpersonen höre ich aber auch immer mal wieder, dass sie Sandgärten anlegen. Es gibt sogar ein Sandgrab auf einem Friedhof (lacht).

Ging es immer nur bergauf?
Nein. Der Kauf von Flächen in einem Ballungsraum ist sehr teuer und mit viel Konkurrenz verbunden. Straßenbau, Gewerbe-und Wohngebiete und Sandabbau kosten uns oft die besten Flächen. Es war also nicht so, wie wir uns erhofft hatten. Wir wollten ein Netz von Lebensräumen schaffen, einen Biotopverbund. Leider mussten wir nehmen, was wir kriegen konnten. Der Biotopverbund war also in sieben Jahren nicht zu schaffen. Wir arbeiten noch heute daran. Wenn es so weiter geht, werden wir auch in 50 Jahren noch daran arbeiten müssen.
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Einmal im Jahr heißt es "Auf die Knie!". Bei Kartierungsaktionen untersucht die Bund Naturschutz Kreisgruppe Nürnberg-Stadt alle zwölf Monate zur selben Zeit die Pflanzen auf einer bestimmten Fläche.

So auch am 02. Juni 2017: Ein Team um den Biologen Wolfgang Dötsch (47) untersucht in den Biotopen bei Kornburg, wie sich die Vegetation verändert hat.
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Trockene, nährstoffarme oder salzige Böden können der Sandgrasnelke nichts anhaben. Wie der Name vermuten lässt, liebt sie Sandböden.





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Das Sand-Vergissmeinnicht fühlt sich besonders auf Sandacker, Dünen oder Sandrasen wohl.
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Das Kleine Habichtskraut wird auch Mausohr-Habichtskraut genannt. Es bewohnt Trockenrasen, Heiden, lichte Wälder und Felsspalten.
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Der scharfe Mauerpfeffer besiedelt steinige, trockene und humusarme Böden.



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Sowohl auf Trockenrasen als auch auf sandigen Flächen und Dünen ist der Feldbeifuß zu finden.
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Hauptsache warm, stickstoffarm und sandig - dann steht der Verbreitung des Dreifinger-Steinbrechs nichts mehr im Weg.
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Auf nährstoffarmen Flächen fühlt sich Ginster pudelwohl. Problematisch: Das bringt gleichzeitig andere Arten in Bedrängnis. Durch den vielen Ginster wachsen die offenen Gebiete zu.
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Offene Kies- und Sandböden, Wegränder und Felsen sind die Heimat des Frühlingsfingerkrautes.
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Das Frühlings-Hungerblümchen macht es sich an sonnigen, trockenen Standorten gemütlich. Dazu gehören Kiesgruben, Steinbrüche und sandige Böden.
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Das Hügel-Vergissmeinnicht ist auf offenen, trockenen Sand- und Steinböden zu finden.
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Der milde Mauerpfeffer bevorzugt Trockenwiesen und Felsen.
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Ob Sandflure, Kiefernwälder, Heiden oder Dünen - die Sand-Strohblume liebt sandige Böden.
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Auf mäßig nährstoffreichen und sommertrockenen Sandböden wächst das Sand-Hornkraut.
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Die Dolden-Spurre liebt warme, sommertrockene und mehr oder weniger nährstoffreiche Sand-, Stein- und Kiesböden.
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Silbergras ist die Flaggschiff-Art der Sandlebensräume. Es kommt hauptsächlich auf Sand-Trockenrasen vor.
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Kalkarme, sommerwarme Sandböden hat die Platterbsen-Wicke am liebsten.
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Die auffällige Heidenelke macht sich in trockenen, nährstoffarmen Heidelandschaften breit.
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Beweidungsprojekt

Nachdem die US-Truppen den Tennenloher Forst südöstlich von Erlangen verlassen hatten, drohten die Sandflächen auf dem Truppenübungsplatz zu verbuschen. Die Sandlebensräume und ihre lichtliebenden Bewohner waren in Gefahr. Eifrig suchte der Landschaftspflegeverband Mittelfranken nach einer Lösung, die das Artensterben noch verhindern könnte. 2003 fanden sie ihn – den Retter in Not.
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Przewalski-Pferde tollen seither über das Gebiet der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Seit 2012 unterstützt sie dank des Landkreises Erlangen-Höchstadt eine Herde Pfauenziegen. Die Urwildpferde scharren mit den Hufen, wälzen sich am Boden und vernaschen alles, was ihren Weg kreuzt. So halten sie die Flächen offen und retten unzählige Sandbewohner.
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Durch das Beweidungsprojekt wird auch die Art der Przewalski-Pferde erhalten. Bis 1996 galten sie als in der Natur ausgestorben. Nur 13 Wildtiere überlebten in Zoos und konnten durch gezielte Zucht 2000 Nachkommen zur Welt bringen. In Reservaten, wie dem Tennenloher Forst, werden die Urwildpferde auf das Leben in der freien Wildbahn vorbereitet. Mit etwas Glück werden sie später in die Steppen von China, Kasachstan und der Mongolei entlassen.


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Der Tiergarten Nürnberg und der Münchner Tierpark Hellabrunn wildern einen Teil ihrer Przewalski-Pferde in den Tennenloher Forst aus. Aus Nürnberg kamen in 14 Jahren Zusammenarbeit zehn Urwildpferde in den Forst. Dem stellvertretenden Direktor des Tiergartens Dr. Helmut Mägdefrau liegt der Erhalt der Pferde am Herzen.
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Gebietsbetreuerin Wiebkea Bromisch erklärt die Besonderheiten der Przewalski-Pferde

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Aktueller Stand

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Seit 14 Jahren grasen nun schon Przewalski-Pferde im Tennenloher Forst. Sie sollen die sandigen Flächen offen halten. Doch wie steht es heute um die seltenen Lebensräume? Gebietsbetreuerin Wiebkea Bromisch (42) hat die Entwicklung von Beginn an miterlebt und so manche Untersuchung beobachtet. Sie weiß genau, wie es dem Gebiet ergeht.  

Was wurde in den letzten 14 Jahren untersucht?

Zu Projektbeginn wurde von der Höheren Naturschutzbehörde eine Vegetationskartierung in Auftrag gegeben: Welche Pflanzen kommen vor? Wie ist die Deckung der Arten? Es gab auch eine Nachtfalterkartierung. Vergleichend dazu wurden ein paar Jahre später, nämlich 2006 und 2011, die Untersuchungen wiederholt. Außerdem wurde eine Fotodokumentation erstellt, um anhand von Bildern die Entwicklung des Gebietes feststellen zu können. Das haben meine Kollegin und ich zum größten Teil übernommen. Alle zwei Jahre machen wir Fotos von den festgelegten Standorten. Es gab insgesamt einige Untersuchungen: Zur Blauflügeligen Sandschrecke, zu Wanzen und zu Mistkäfern. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Welche Rolle spielen Sie dabei?
Wir unterstützen die Untersuchungen und sind Ansprechpartner vor Ort. Manchmal müssen die Forscher auf die Flächen im Gehege. Da gehen wir dann mit, schließlich kennen wir die Pferde. Es sind immer noch Wildtiere, die auch nicht ungefährlich sind. Gerade die jungen Hengste können schon mal aggressiv werden. Und natürlich haben wir auch Erfahrung, an welchen Stellen hier welche Arten vorkommen. Unsere Beobachtungen geben wir dann gerne weiter.

Laufen im Moment Untersuchungen?
Nein, aktuell gibt es keine Untersuchungen. Es ist Vogelbrutzeit - da dürfen die Flächen nicht betreten werden. Sprich: Nicht zwischen dem 15. März und dem 31. Juli. Vieles kann man auch danach machen oder die Beteiligten beobachten von außen. Es kommt immer darauf an, wer gerade anfragt und wo Bedarf ist. Wir lassen längst nicht alle Untersuchungen durchführen, die angefragt werden. Wir stellen uns immer die Frage: Brauchen wir das Ergebnis wirklich? Können wir rechtfertigen, dass im Naturschutzgebiet so viele Menschen herum laufen?  

Sind positive Entwicklungen zu verzeichnen?

Definitiv. Die Vegetationskartierung hat gezeigt, dass durch die Pferde deutlich mehr offene Flächen und Sandstellen entstanden sind. Der Deckungsgrad des ehemals flächendeckenden Landreitgrases hat abgenommen, die lichtliebenden Arten zugenommen. Zum Beispiel bei den Nachtfaltern: Manche Nachtfalterarten bevorzugen Waldlebensräume, andere Offenland. Die Nachtfalterarten, die im Offenland leben, haben im Untersuchungszeitraum deutlich zugenommen. Die anderen sind eher rückläufig. Das Gebiet ist also insgesamt offener geworden. Außerdem wurde die Blauflügelige Sandschrecke erfasst. Das ist eine Heuschreckenart, die sehr selten geworden ist. Hier im Tennenloher Forst kommt sie aber an einer Stelle noch vor.  

Was läuft noch nicht so, wie es sollte?
Die Bäume drücken immer noch sehr stark durch. Wald ist natürlich sehr wichtig, aber es gibt Stellen wie den offenen Sandmagerrasen, wo wir ihn nicht brauchen können. Der Fraßdruck auf die Bäume müsste also noch größer sein. Dafür müssten im Sommer mehr Tiere eingesetzt werden und im Winter weniger. Das geht aber natürlich nicht. Um das Ziel aber dennoch zu erreichen werden seit 2011 von der Unteren Naturschutzbehörde Ziegen zur Beweidung eingesetzt.  

Haben die Sandlebensräume im Tennenloher Forst Zukunft?

Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Pferde und Ziegen. Ohne sie würde die Fläche zuwachsen. Es wäre nur eine Frage der Zeit bis hier Wald entsteht. Der große Vorteil dieses Projektes sind die Kosten. Wir mussten den Zaun bauen, aber ansonsten ist die Beweidung relativ kostenneutral. Das Ganze maschinell zu pflegen wäre viel teurer. In dieser Hinsicht haben die Pferde und somit die Sandlebensräume also Zukunft. Wenn ich vergleiche, wie es vorher ausgesehen hat und wie es jetzt aussieht – kann ich nur sagen: Wir sind auf dem richtigen Weg.
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Tom Konopka ist einer der Leiter des "SandAchse Franken" Projektes. Der 57-Jährige weiß, wie es wirklich um den fränkischen Sand steht.

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Südlich von Bamberg am Rande der Gemeinde Pettstadt befindet sich das Naturschutzgebiet "Pettstadter Sande". Neben einer Sandgrasheide fällt hier besonders das sandige Ufer der Regnitz ins Auge. Eine Fähre verbindet die beiden Ufer und erleichtert ausgiebige Spaziergänge oder Radtouren durch das sandige Naturschutzgebiet.




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Auf dem „Fränkischen Dünenweg“ durchqueren Wanderer Sand- und Flusslandschaften. Der fast 90 Kilometer lange Rundwanderweg durch den Süden des Nürnberger Landes beginnt und endet in Altdorf bei Nürnberg.

Auf der Website der SandAchse Franken finden sich weitere Vorschläge für „Sandwanderungen“: http://www.sandachse.de/Wandertipps.html
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Unglaubliche 180 Kilometer lang ist der sogenannte "SandAchse-Radweg" mitten durch die fränkische Wüste. Der Weg ist von Bamberg bis Weißenburg ausgeschildert.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website der SandAchse Franken: http://www.sandachse.de/SandRadfahren.html
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Auf einem fast vier Kilometer langen Naturerlebnispfad im Nürnberger Süden können Naturinteressierte die typische Sandlandschaft erkunden. Egal ob Barfußpfad oder Sonnenuhr - das "Sandband" rund um die Stromleitungstrasse "Südring" macht den fränkischen Sand erfahrbar. Auch wenn es seine besten Tage hinter sich hat.
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