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Gemeinschaft Tempelhof

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In der Gemeinde Kreßberg in Baden-Württemberg liegt der Tempelhof - eine Lebensschule für alle. In dem Dorf leben etwa 150 Menschen, die der Wunsch nach einem nachhaltigen, sozialen und sinnerfüllten Leben verbindet. Das Dorf ist ein Ort der Experimente und des Wandels.



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Wähle auf dieser Seite einen der Hotspots und erfahre mehr über das Leben im Dorf. Vergiss nicht, die Lautsprecher einzuschalten. Viel Spaß beim Durchklicken!

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Weitere Informationen über den Tempelhof, die Gemeinschaft und aktuelle Veranstaltungen findest du auf der offiziellen Homepage:
https://www.schloss-tempelhof.de

Interessierst du dich für weitere Informationen zum Earthship, dann klicke hier:
http://www.earthship-tempelhof.de

Wenn du mehr über Ökodörfer erfahren möchtest, findest du weitere Informationen auf den Homepages des Global Ecovillage Network: 
http://gen-deutschland.de/wp_gen/
https://ecovillage.org

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Vielen Dank an alle Tempelhofer und insbesondere an Agnes Schuster für die tatkräftige Unterstützung. Diese Arbeit wäre nicht möglich gewesen ohne die Offenheit und Begeisterung, die uns von der Gemeinschaft entgegengebracht wurden.

Musik:
Das Tempelhoflied - Rike Martin
Musik Filme: www.bensound.com

Archivmaterial:
Gemeinschaft Tempelhof, Ansprechpartner: Sebastian Rost

Verantwortlich im Sinne des §55 Abs. 2 Rundfunkstaatsvertrag:
Felix Futschik
Mobil: 016097796188
futschikfelix@freenet.de

Diese Webreportage entstand im Rahmen des Bachelorprojekts im Studiengang Ressortjournalismus im Wintersemester 2017/18 an der Hochschule Ansbach.
Betreuender Professor: Dr. Markus Paul

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Das Hauptanliegen des Seminarhauses ist es, die eigenen Werte und Visionen in die Gesellschaft zu tragen. Die Zusammenarbeit mit anderen zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie dem Global Ecovillage Network (GEN) spielen eine große Rolle. Das vielfältige Angebot lockt Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus zum Tempelhof. Wir zeigen beispielhaft das breite Spektrum an Angeboten.

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Das Tempelfeld ist Teil des Tempelhofs. Die Menschen leben hier experimentell in mobilen Wohneinheiten. Sie dienen als privater Rückzugsort. Insgesamt gibt es 14 Stellplätze.  Im Earthship, dem Versorgungsgebäude, gibt es Toiletten, Duschen und einen großen Aufenthaltsraum mit Küche. 

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Max Thulè ist seit fast sechs Jahren auf dem Tempelhof. Zusammen mit seiner Frau und seinen vier Töchtern lebt der 36-Jährige auf dem Tempelfeld. Der studierte Maschinenbauer hat das Earthship mitgebaut und mitgeplant. Wie das Gebäude mit Wasser, Strom und Wärme versorgt wird, erklärt er auf der folgenden Seite. 

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Auf dem Tempelhof hat die Landwirtschaft einen hohen Stellenwert. Eine gesunde Ernährung gehört ebenso dazu, wie ein nachhaltiger Landbau. Das Dorf ist umgeben von 26 Hektar Agrarland, die zu 90 Prozent den Gemüsebedarf der Gemeinschaft abdecken. 

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Urs Mauk hat ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen studiert und lebt seit vier Jahren auf dem Tempelhof. Der 34-Jährige ist mitverantwortlich für den landwirtschaftlichen Betrieb. Was hinter dem Begriff Solidarische Landwirtschaft steckt, erklärt er im Interview.

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Was bedeutet Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)?

Eine Gruppe von Menschen beauftragt einen Gärtner, der für sie ein Jahr lang zum Beispiel Gemüse anbaut. Der Gärtner überlegt sich vor diesem Jahr, wie viele Menschen er mit saisonalem Gemüse versorgen kann und erstellt eine Vollkostenrechnung. Diese Kosten werden durch alle Teilnehmer geteilt und es entsteht ein monatlicher Fixbetrag. Der Fixbetrag kann auch für jeden individuell in einer Bieterrunde aufgeteilt werden. Dabei ist die solidarische Komponente noch stärker vertreten, weil reichere Menschen es ärmeren Menschen ermöglichen, trotzdem teilzunehmen. SoLaWi ist allerdings nicht gleichzusetzen mit einer Abo-Kiste, bei der ich jede Woche das Gleiche bekomme. Denn der Konsument trägt das Risiko mit, profitiert aber auch von Mehrerträgen. Es gibt auch Mischformen, wie zum Beispiel Betriebe, die einen Teil als SoLaWi und den anderen Teil herkömmlich betreiben.

Wie hoch ist der Fixbetrag am Tempelhof?

Die Menschen, die bei der SoLaWi mitwirken, bekommen jede Woche eine Kiste – also einen Ernteanteil. Im Jahr 2017 haben diese Mitglieder 80 Euro pro Monat bezahlt.

Was ist in einer Kiste enthalten?

Das ist je nach Saison unterschiedlich. Im Herbst gab es zum Beispiel Babyleaf, Spinat, Sellerie, Möhren, Kartoffeln, Rote Bete, Endivien und einen Bund Salbei. Im Sommer kommen noch Tomaten, Zucchini, Brokkoli oder auch mal eine Paprika dazu. Im Winter versuchen wir natürlich die Frische zu erhalten. Dann gibt es zum Beispiel Feldsalat aus den Gewächshäusern.

Was sind die Vorteile einer Solawi?

Für uns Produzenten ist es auf jeden Fall von Vorteil, nicht dem marktwirtschaftlichen Druck ausgesetzt zu sein – wir sind schließlich für ein Jahr finanziert. Wir können auch einen viel höheren Prozentsatz des angebauten Gemüses verwerten, weil die optischen Marktkriterien wegfallen und ich auch eine krumme Möhre in die Kiste packen kann. Die ist genauso lecker und gesund. Der Konsument bekommt wieder einen Bezug zum Nahrungsmittel. Er weiß, wo die Produkte herkommen und kann auch Einfluss darauf nehmen, wie sie angebaut werden. Außerdem wird das Produkt vom Preis getrennt, weil der Konsument nicht für ein Kilo Möhren zahlt, sondern für einen Ernteanteil. Wenn beispielsweise hundert Personen mitmachen, dann bekommt jeder ein Hundertstel der im Moment zur Verfügung stehenden Ernte. Außerdem muss der Verbraucher sich nicht auf ein Label verlassen, sondern kann wirklich mit dem Landwirt in Kontakt treten. Außerdem gibt es weniger bürokratische Prüfverfahren und Reglementierungen. Hersteller und Verbraucher rücken wieder näher zusammen.

Welche Nachteile gibt es?

Der Produzent muss Lust haben, mit seinen Konsumenten in Kontakt zu treten. Das Klischee vom eigenbrötlerischen Bauern, der auf seinem Betrieb niemanden sehen will, funktioniert nicht. Außerdem macht es keinen Sinn, ein riesen Einzugsgebiet zu haben. Die Abnehmer müssen aus dem nahen Umfeld kommen. Der Konsument muss wegen der saisonalen Versorgung Flexibilität mitbringen. Im Winter gibt es zum Beispiel keine Tomaten. Der Verbraucher überlegt sich also nicht am Anfang der Woche, was er kochen will, und kauft dann ein, sondern er sieht den Inhalt seiner Kiste und überlegt sich daraufhin, was es zu essen gibt. Für jemanden, der nur zwei Gurken in der Woche isst, macht SoLaWi wenig Sinn.

Ist das Konzept der SoLaWi zukunftsfähig?

Es ist ein zukunftsweisendes Modell. Als wir 2012 damit begonnen haben, war die Bewegung noch sehr jung. Heute gibt es über 100 SoLaWis allein in Deutschland. Und obwohl diese Art der Landwirtschaft immer ein Nischenmarkt bleiben wird, ist sie doch ein kleiner Baustein, der zu einer gesellschaftlichen Transformation beiträgt. Die wird aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn wir ganz viele kleine individuelle Lösungen kreieren. Aber die Idee kann sich noch viel weiter entwickeln: Bisher gibt es zum Beispiel wenige SoLaWis im Tierbereich, aber da wäre in Zusammenhang mit der tierwohlorientierten Produktion ein riesiges Potenzial vorhanden.







 







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Maya Lukoff ist seit vier Jahren auf dem Tempelhof. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten arbeitet sie in der Landwirtschaft. Die 29-Jährige kommt ursprünglich aus Kalifornien und ist studierte Landwirtin. Zusätzlich zu ihrem Studium absolvierte sie eine Ausbildung zur biologisch-dynamischen Gärtnerin. Sie erzählt im Video, was ihr Leben auf dem Tempelhof ausmacht.

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Einmal im Jahr versammeln sich die Tempelhofer, um ihre Ernte zu feiern und dem Boden zu danken. Wir haben Landwirtin Maya Lukoff nach der Ernte auch zum Erntedankfest begleitet.

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Gäste sind auf dem Tempelhof gern gesehen - ob als Gasthelfer in der Landwirtschaft oder als Freiwilliger für ein Ökologisches Jahr. Die Tempelhofer stehen gerne im Austausch. Wir stellen vier Menschen und ihre Eindrücke vom Tempelhof vor. 

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"Der Landbau hat mich sehr beeindruckt. Aus dieser Erde können nur gute Produkte kommen – das Essen ist fantastisch. Hier ist alles so unaufgeregt und undogmatisch. Die Menschen behandeln sich gut und geben das weiter. Wer das noch nicht gelernt hat, hat hier die Möglichkeit dazu."

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„Ich schätze es, wie die Menschen auf dem Tempelhof zusammenleben und was für eine Strahlkraft und Medienwirksamkeit sie nach Außen tragen. Als die Gruppe das Gelände damals gekauft hat, gab es eine gewisse Unsicherheit. Es besteht immer die Gefahr, dass sich zum Beispiel eine Gruppe niederlässt, die sich politisch am Rande des Spektrums befindet oder sehr konservativ religiös ist. Aber diese Bedenken haben sich sehr schnell zerstreut. Auf dem Tempelhof leben weltoffene Menschen, die nachhaltig leben möchten.“

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„Mich begeistert, dass die Menschen hier so viele Ideen haben und sie auch ausprobieren. Mit der Gemeinschaft zu leben ist etwas Besonderes, es ist so unterschiedlich und vielfältig. Außerdem gibt es viele verschiedene Angebote wie Yoga, Chor oder Zirkus. Fest in der Gemeinschaft zu leben, kann ich mir nicht vorstellen. Ich will lieber zuerst noch was Anderes sehen, vielleicht etwas eigenes aufbauen und die Ideen von hier mitnehmen.“

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„Ich selbst wohne in einer Kommune in der Nähe von Berlin und weiß es zu schätzen, in größeren Wohnstrukturen zu leben. Ich bin vor allem hergekommen, weil der Tempelhof auch Räume für Menschen Mitte 20 bis Mitte 30 schaffen will. Ich bin Teil einer Firma, die Komposttoiletten herstellt und vermietet. Dieses Projekt möchte ich vorstellen und vielleicht können wir ab 2018 unsere Produkte auch von diesem Standort aus anbieten.“

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Iris 2016 07 portrait dsc00540 v1
Dr. Iris Kunze erforscht seit Jahren Ökodörfer
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Dr. Iris Kunze ist Buchautorin, wissenschaftliche Projektmanagerin an der Universität für Bodenkultur in Wien und Koordinatorin beim Global Ecovillage Network im Bereich Forschung. Die 41-Jährige lebt im Ökodorf Sieben Linden in Sachsen-Anhalt.

Was ist das Global Ecovillage Network (GEN-Netzwerk)?


Die Ökodorfbewegung entstand in den achtziger Jahren. Anfang der Neunziger wurde das GEN-Netzwerk gegründet. Eine Stiftung aus Dänemark hat damals die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt und ermöglicht, dass sich ökologische Bewegungen weltweit treffen und vernetzen können. Dadurch lernen die Gemeinschaften voneinander und tauschen sich aus. Es gibt mindestens alle zwei Jahre ein Treffen auf nationaler oder europäischer Ebene. Auf anderen Kontinenten gibt es natürlich weitere Netzwerke.

Was macht ein Ökodorf aus?

Dahinter steckt die Absicht, nachhaltig und naturgemäß zu leben, aber nicht nur ökologisch, sondern auch im sozialen Miteinander. Es geht um Nachbarschaftshilfe und um eine effektivere Gestaltung, zum Beispiel ökologisches Bauen. Wo ist es sinnvoller gemeinschaftlich zu wohnen als vereinzelt? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das gerechte Miteinander und die gegenseitige Unterstützung. Ökodörfer sind eine Unterabteilung der „Intentional Communities“, eine Bewegung aus den USA.

Was unterscheidet den Tempelhof von anderen Ökodörfern?

Der Tempelhof ist besonders interessant, weil er als junge Gemeinschaft einen sehr steilen Start hingelegt hat. Er hat sich schnell entwickelt und viel von anderen Gemeinschaften gelernt. Der Tempelhof ist außerdem dem Mainstream näher als andere Gemeinschaften und viel populärer und präsenter in den Medien. Es gibt diese ungewöhnliche Schule und experimentelle Bauten. Da zudem einige Unternehmer die Gemeinschaft mitgegründet haben, gibt es einen Unternehmergeist. Viele Gemeinschaften verfolgen den Ansatz, eine Alternative zum Kapitalismus zu sein. Die Tempelhofer schlagen da einen Spannungsbogen. Sie zeigen, dass Kapitalismus auch wohlfahrtsmäßig für die Gemeinschaft wirken kann und haben damit viele interessante Erfahrungen gemacht und Ergebnisse erzielt. Da gibt es natürlich auch noch Fragezeichen, zum Beispiel bei populären Projekten wie dem Earthship. Das kann man auch kontrovers sehen, weil viele Ressourcen investiert werden mussten, um dieses Label zu bekommen.

Woran scheitern Ökodörfer?


Das geschieht meist bevor das Ökodorf überhaupt richtig zustande kommt oder weil jemand nicht team- oder gemeinschaftsfähig ist und Konflikte entstehen. Die Tempelhofer hatten die Erkenntnis: Wenn wir uns als Gruppe zusammenschweißen und Verantwortung übernehmen, wenn wir geben und investieren, dann klappt das auch. Einer der kritischen Punkte beim Tempelhof war, eine Immobilie zu finden, weil solche Projekte bevorzugt auch Gartenbauflächen für die Selbstversorgung haben möchten. Deswegen dauert allein die Planung oft zwei Jahre und mehr. Im Ökodorf Sieben Linden beispielsweise haben sie mit einem Projektzentrum angefangen, einer Art Bauernhof, wo erst einmal zehn bis 15 Menschen zusammen gelebt haben. Und von dort aus wurde dann Größeres geplant.

Was kann die Gesellschaft von Ökodörfern lernen?

Viele Ökodörfer, wie auch der Tempelhof oder Sieben Linden, betreiben Bildungszentren mit mehreren tausend Besuchern pro Jahr. Diese leben einige Tage oder Wochen in der Gemeinschaft und lernen beispielsweise, wie man sich ökologisch ernährt oder wie sich eine Gemeinschaft organisiert. Diese Besucher tragen ihre Erfahrungen dann in ihr privates Umfeld. Die andere Ebene ist das Wirken der Ökodörfer in ihrer Region. Beim Tempelhof gibt es zum Beispiel das Café und regelmäßige Veranstaltungen. Wichtig ist auch die politische Ebene. In diesem Bereich ist das GEN-Netzwerk mit seinen Bildungs- und Forschungsprojekten wieder interessant. Teilweise werden diese auch gefördert, sodass die Erfahrungen gebündelt werden und daraus Empfehlungen an die Politik entstehen.

Wie reagiert die Öffentlichkeit auf solche Ökodörfer?

Früher gab es in den Regionen, wo Ökodörfer entstanden sind, erst mal Vorbehalte. Die Menschen haben sich gefragt, ob das eine Hippiesekte ist. Sekte ist natürlich kein akzeptabler Begriff. Er kommt aus dem religiösen Bereich und hat mit den Bewegungen nichts zu tun. Das war zum Beispiel bei Sieben Linden und dem Lebensgarten Steyerberg so. Das Image hat sich in den letzten zwanzig Jahren aber verändert. Als der Tempelhof gegründet wurde, war schon viel mehr Offenheit da. Die erfolgreichen Ökodörfer haben sich in den Regionen etabliert, weil sie Arbeitsplätze, Infrastruktur und ein kulturelles Angebot schaffen. Der Tempelhof wusste das von Anfang an und hat daraus gelernt. Sie haben zum Beispiel zum ersten Maifest die ganze Region eingeladen, weil das an diesem Platz eine alte Tradition war. So konnten sie an etwas anknüpfen, das die Bevölkerung schon kennt, und Offenheit signalisieren. Natürlich ziehen die Seminarzentren auch Gäste an, aber meistens sind das Gleichgesinnte. Das Ökodorf Sieben Linden beschäftigt sich zurzeit mit dem Thema, dass im Nachbardorf der Nachwuchs für die Freiwillige Feuerwehr fehlt. Wir müssen sehen, wie wir als Ökodorf helfen können, auch wenn das für einige von uns heißt, Bratwürstchen zu essen und Bier zu trinken - was nicht unbedingt das Ökodorf-Ziel ist (lacht). Es ist wichtig sich an die Kultur der Region anzupassen, damit ein beidseitiger Austausch stattfindet.













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Dr. Iris Kunze erforscht seit Jahren Ökodörfer
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Zusammen essen ist ein fester Bestandteil der Tempelhofkultur. Dreimal täglich gibt es im Speisesaal frische Gerichte. Das Team der Großküche bereitet die Mahlzeiten für die Tempelhofer und ihre Gäste vor - bis zu 200 Portionen.

Martin Winkhaus ist seit fast 30 Jahren Koch. Der 58-Jährige wohnt selbst nicht auf dem Tempelhof, arbeitet dort aber seit 2015. Ein Besuch in der Großküche. 

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"Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf." Das afrikanische Sprichwort steht für das freie Lernen auf dem Tempelhof. Seit 2013 gibt es dort eine eigene Schule - ohne Klassen, Noten oder Abschluss. Wie die private "Schule für Freie Entfaltung" funktioniert, erklärt die ehemalige Grundschullehrerin Angelika Schießer im Video. Die 36-Jährige ist Schulleiterin und Lernbegleiterin. 

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Luzie Raysz ist 13 Jahre alt und wohnt seit drei Jahren in der Gemeinschaft. Sie ist eine von 63 Schülerinnen und Schülern und  besucht die Tertia - die dritte Stufe der freien Schule. Dort haben sich die Schüler selbst einen Stundenplan erstellt. Mittwochs hat Luzie Englisch mit ihrem Lernbegleiter Thorsten Wiersberg - let's go!

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In der privaten Schule können die Jugendlichen keinen Abschluss machen. Sie haben aber die Möglichkeit, ihre Schullaufbahn als externe Prüfungsteilnehmer an anderen Schulen zu beenden. Die ausgebildeten Lernbegleiter unterstützen die Schüler dabei.

Annika Mühlich bereitet sich gerade auf ihren Realschulabschluss vor. Wir haben die 15-Jährige während einer Mathestunde begleitet. 

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Alexandra Schwarzer lebt seit fünf Jahren auf dem Tempelhof. Die 49-jährige Sozialpädagogin hat die Zirkusschule "Halli-Galli" aufgebaut. Jeden Montag treffen sich alle, die Lust auf Turnen, Einradfahren und Jonglieren haben, in der dorfeigenen Turnhalle.

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Es hat gedauert, bis der Tempelhof zu dem wurde, was er heute ist. Der Ort, die Menschen und die Struktur sind ständig im Wandel und erfinden sich immer wieder neu. Was die Gründer der Gemeinschaft bewegt, wie der Tempelhof entstand und die Gemeinschaft funktioniert - das erfährst du auf den folgenden Seiten.

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Wolfgang Sechser genießt das Alleinsein. Dennoch hat er einen Großteil seines Lebens in Gemeinschaften verbracht: als Jugendlicher in einem besetzten Haus in Berlin, später in Kommunen.

In seinem Garten haben sich 2006 die Gründer der Gemeinschaft getroffen. Der 56-Jährige war früher im Baugewerbe tätig, heute ist er Stiftungsratsvorsitzender und bietet Gemeinschaftsberatungen an. 

Was ihm an Gemeinschaft wichtig ist, erzählt er im Audio.

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Agnes Schuster verbrachte fast ihr ganzes Leben in Gemeinschaften. Während ihres Studiums lebte die 63-Jährige in einer Selbstversorger-WG auf dem Land, später zum Beispiel in einem Klostergut mit vielen verschiedenen Nationalitäten. Dann landete sie im Gründerteam der Gemeinschaft Tempelhof.

Agnes arbeitet im Seminarhaus der Gemeinschaft und betreibt eine Buchhandlung. Die Sozialpädagogin will vernetzen und mit anderen Menschen gesellschafts- und sozialpolitische Themen bewegen. Was sie über die Werte der Gemeinschaft denkt, erfährst du im Audio.

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Auf welchen Säulen steht der Tempelhof? Was ist der Gemeinschafts-Intensiv-Prozess und wie werde ich Teil der Gemeinschaft? Ein kurzer Überblick im Erklärvideo.

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Helene Urbain kam 2016 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf den Tempelhof. Gemeinsam mit ihrer Familie durchlief die 33-Jährige im letzten Jahr den Prozess der Annäherung, wobei für Kinder keine Geldeinlagen in die Genossenschaft eingebracht werden müssen. Helene erzählt im Audio von ihrer Feedbackrunde.

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Im Dorf gibt es regelmäßige Treffen wie das Bewohner- und das Dorfplenum. Jedes Mitglied der Gemeinschaft darf Anträge einbringen. Dabei kann es um potenzielle neue Mitglieder gehen oder um Sachthemen, wie zum Beispiel die Planung eines Jugendraums. Die Rechtsform 'Genossenschaft' bietet dafür die demokratische Grundlage: Jede Meinung wird gehört, jede Stimme zählt.

Die Gemeinschaft hat für ihre Konsenskultur zwei verschiedene Abstimmungssysteme entwickelt. Es geht darum, jeden Einzelnen mitzunehmen und nicht durch Mehrheit zu übergehen. Auf der nächsten Folie geht es um das Verfahren bei Sachthemen. Danach erklären wir die Stimmmöglichkeiten über die Aufnahme von Menschen.





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Verwaltungs- und Büroräume

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Schlossplatz

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